Donut in rosa

In Anlehnung an das Süßgebäck „Donut“ bilden die sozialen Mindeststandards einen inneren und die planetaren Belastungsgrenzen einen äußeren Kreis. Zwischen beiden Kreisen befindet sich der nachhaltige Lebensraum für den Menschen, in dem ein gutes Leben für alle Menschen sichergestellt wird, ohne dabei die planetaren Grenzen zu überschreiten. Für die vorliegende Unterrichtseinheit wird eine leicht abgewandelte Version dieses Modells nach O’Neill et al. (2018) verwendet, da für dieses Modell konkrete Ergebnisse für die meisten Staaten der Erde berechnet wurden.

Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung
Stichworte Nachhaltigkeit, soziale Bedürfnisse, planetare Belastungsgrenzen, Donut-Ökonomie
Dauer 2 UE
Schulstufe 8. Schulstufe

Kontext zur sozioökonomischen Bildung

Entsprechend den Prinzipien einer sozioökonomischen Bildung sind ökonomische Aspekte immer in einen sozialen, ethischen, historischen, kulturellen, politischen und räumlichen Kontext einzubetten (Engartner et al., 2018). Die Erkenntnis der Existenz planetarer Belastungsgrenzen (z.B. CO2-Emissionen, Artenvielfalt, etc.) (Steffen et al., 2015) führt deshalb zur Schlussfolgerung, dass ökonomisches Handeln so ausgerichtet werden muss, dass diese Belastungsgrenzen nicht überschritten werden. Gleichzeitig soll wirtschaftliches Handeln dazu beitragen, dass für alle Menschen auf der Erde ein gutes Leben möglich ist.

Kate Rawoth (2017) hat vor diesem Hintergrund das Modell der „DonutÖkonomie“ entwickelt. In Anlehnung an das Süßgebäck „Donut“ bilden dabei die sozialen Mindeststandards einen inneren und die planetaren Belastungsgrenzen einen äußeren Kreis. Zwischen beiden Kreisen befindet sich der nachhaltige Lebensraum für den Menschen, in dem ein gutes Leben für alle Menschen sichergestellt wird, ohne dabei die planetaren Grenzen zu überschreiten. Für die vorliegende Unterrichtseinheit wird eine leicht abgewandelte Version dieses Modells nach O’Neill et al. (2018) verwendet, da für dieses Modell konkrete Ergebnisse für die meisten Staaten der Erde berechnet wurden (Siehe: goodlife.leeds.ac.uk/countries/).

Im Sinne einer „Donut – Ökonomie“ haben alle Staaten der Erde Bedarf für eine Transformation der Lebens- und Wirtschaftsweisen und sind deshalb als Entwicklungsländer zu bezeichnen (Raworth, 2017). Derzeit ist kein Staat der Erde in der Lage alle sozio-ökonomischen Mindeststandards zu erreichen, ohne die planetaren Grenzen zu überschreiten (O’Neill et al., 2018). Sozioökonomische Bildung hat die Aufgabe, das Spannungsfeld zwischen inneren und äußeren Grenzen aufzuzeigen und einen Beitrag zu dieser Transformation zu leisten.

Konkretisierung des Themas

  • Reflexion über die Faktoren für ein gutes Leben
  • Reflexion über die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde
  • Analyse von Entwicklungszielen unterschiedlicher Staate

Lehrplanbezug

Aktueller Lehrplan: 4. Klasse: Leben in der „Einen Welt“ – Globalisierung: Die Verantwortung der Menschen für die „Eine Erde“ erkennen.

Neuer Lehrplan-Entwurf: 4. Klasse, Kompetenz- und Anwendungsbereich: Mensch und Natursysteme - Die Schülerinnen und Schüler können

  • die Intensität des menschlichen Einflusses auf Natursysteme anhand von Beispielen wie etwa Einbringung von Schadstoffen, Land- und Ressourcennutzung beschreiben und belegen.
  • Folgen der Überschreitung von Belastungsgrenzen der Erde, des Klimawandels oder des Artensterbens auf das Leben und Wirtschaften analysieren.
  • über das sich wandelnde Verhältnis zwischen Mensch und Natur reflektieren und eigene Ideen für nachhaltige Handlungen entwickeln.

Groblernziel

Handlungsoptionen für eine gesellschaftliche Entwicklung zwischen sozialen und wirtschaftlichen Mindeststandards und planetaren Grenzen entwickeln.