Das vorliegende Lehr-Lern-Arrangement thematisiert die Ökonomisierung von Alltagswelten am lebensnahen Beispiel Werbung und Sponsoring in der Schule. Kostenlose digitale Ausstattung versus wirtschaftliche Einflussnahme, Werbung und Datennutzung. Die Schüler*innen erkennen, dass wirtschaftliche Denk- und Handlungslogiken nicht auf klassische Märkte beschränkt sind, sondern zunehmend Bereiche wie Schule, Freizeit, Medien und Umwelt prägen. Durch erfahrungsorientierte Zugänge wird Ökonomisierung als Teil ihrer eigenen Lebenswelt sichtbar gemacht.

Schwerpunkt Geld und Finanzen, Gesellschaft und Staat
Stichworte Ökonomisierung, Werbung, Sponsoring, Schule als öffentlicher Raum, Interessen und Zielkonflikte, Monetarisierung, Fairness, Datenschutz, wirtschaftliches Denken im Alltag
Dauer 4 UE
Schulstufe 11. Schulstufe

Kontext zur sozioökonomischen Bildung

Das vorliegende Lehr-Lern-Arrangement thematisiert die Ökonomisierung von Alltagswelten am lebensnahen Beispiel Werbung und Sponsoring in der Schule. Ausgangspunkt ist ein Dilemma, das Schüler*innen mit einer realitätsnahen Entscheidungssituation konfrontiert: Kostenlose digitale Ausstattung versus wirtschaftliche Einflussnahme, Werbung und Datennutzung. Die Schüler*innen erkennen, dass wirtschaftliche Denk- und Handlungslogiken nicht auf klassische Märkte beschränkt sind, sondern zunehmend Bereiche wie Schule, Freizeit, Medien und Umwelt prägen. Durch erfahrungsorientierte Zugänge wird Ökonomisierung als Teil ihrer eigenen Lebenswelt sichtbar gemacht.

Konkretisierung des Themas

  • Ökonomisierung als einen gesamtgesellschaftlichen Prozess erkennen können, bei dem marktwirtschaftliche Logik auch für Bereiche wie Bildung, Kultur usw. zur Anwendung kommt
  • Werbung und Sponsoring in der Schule als Ausdruck wirtschaftlicher Interessen analysieren.
  • Zielkonflikte zwischen pädagogischen, ökonomischen, sozialen und ethischen Interessen durch die Ökonomisierung des Alltags benennen und beurteilen.
  • Die Auswirkungen wirtschaftlicher Entscheidungen auf Fairness, Datenschutz und Teilhabe reflektieren.
  • Eigene Positionen argumentativ begründet vertreten und alternative Gestaltungsmöglichkeiten diskutieren. 

Lehrplanbezug

Gesamtwirtschaftliche Leistungen und Probleme sowie Wirtschafts- und Sozialpolitik

Groblernziel

Anhand von Beispielen (Schule, Freizeit, Medien und Umwelt) erkennen, dass marktwirtschaftliche Logik zunehmend in Bereiche vordringt, die bisher primär nicht wirtschaftlich orientiert waren und diesen Vorgang als „Ökonomisierung“ bezeichnen und beurteilen können.

Dieses Werk von Nicole Lauchart, Raffaela Strobl, unter Mitarbeit von Margit Daniela Kienzl ist lizenziert unter einer
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