Überschreiten der Belastungsgrenzen der Erde
Die Erkenntnis der Existenz planetarer Belastungsgrenzen (z.B. Klimawandel, Artenvielfalt, etc.) führt zur Schlussfolgerung, dass ökonomisches Handeln so ausgerichtet werden muss, dass diese Belastungsgrenzen nicht überschritten werden.
| Schwerpunkt | Gesellschaft und Staat, Privathaushalt und Konsum |
| Stichworte | Bildung für nachhaltige Entwicklung, planetare Grenzen, Entwicklung von Handlungsoptionen für eine nachhaltige Entwicklung |
| Dauer | 3 UE |
| Schulstufe | 8. Schulstufe |
Kontext zur sozioökonomischen Bildung
Entsprechend den Prinzipien einer sozioökonomischen Bildung sind ökonomische Aspekte immer in einen sozialen, ethischen, historischen, kulturellen, politischen und räumlichen Kontext einzubetten (Engartner et al., 2018). Die Erkenntnis der Existenz planetarer Belastungsgrenzen (z.B. Klimawandel, Artenvielfalt, etc.) führt deshalb zur Schlussfolgerung, dass ökonomisches Handeln so ausgerichtet werden muss, dass diese Belastungsgrenzen nicht überschritten werden. Kommt es durch die Lebens- und Wirtschaftsweise der Menschen zu einem Überschreiten der Belastungsgrenzen, muss damit gerechnet werden, dass das System Erde in einen neuen bio-physikalischen Zustand wechselt, dessen Bedingungen für die weitere Entwicklung der Menschheit ungünstig sind (Planetary Boundaries Science, 2025). Soll menschliches Wirtschaften zukunftsfähig sein, kann es nur innerhalb von beschränkten biologischen Ressourcen stattfinden. Ansonsten ist mit negativen Auswirkungen auf die menschliche Lebensqualität zu rechnen (Raworth, 2017).
Konkretisierung des Themas
- Erläuterung der Begriffe „Welterschöpfungstag“, „biologische Ressourcen“ und „ökologischer Fußabdruck“
- Reflexion über das Verhältnis zwischen den biologischen Ressourcen und dem Ressourcenverbrauch in unterschiedlichen Regionen der Erde
- Analyse der Folgen eines Überschreitens der Belastungsgrenzen der Erde für die Lebensqualität auf der Erde
- Entwurf persönlicher Handlungsoptionen für eine nachhaltigere Lebensweise
Lehrplanbezug
Lehrplan 2023: Kompetenzbereich Mensch und Natursysteme
- Die Schülerinnen und Schüler können das Ausmaß des menschlichen Einflusses auf Natursysteme anhand von Beispielen wie Einbringung von Schadstoffen, Land- und Ressourcennutzung (auch verknüpft mit eigenen Beobachtungen) beschreiben.
- Die Schülerinnen und Schüler können die Folgen der Überschreitung von Belastungsgrenzen der Erde, des Klimawandels oder des Artensterbens auf das Leben und Wirtschaften erörtern.
- Die Schülerinnen und Schüler können über das sich wandelnde Verhältnis zwischen Mensch und Natur reflektieren, bereits etablierte Maßnahmen und Konzepte zum nachhaltigen Leben und Wirtschaften analysieren und eigene Ideen für nachhaltige Handlungen entwickeln.
Groblernziel
Entwickeln individueller Handlungsoptionen, um dem Überschreiten planetarer Grenzen entgegenzuwirken.
Dieses Werk von Martin Dür ist lizenziert unter einer
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